Überlebenskünstler

14.03.2017,
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  • gräbt

Ein kleines Experiment ist geglückt und könnte auch Sie entzücken. Es geht um die Vermehrung von jenen sukkulenten, also dickblättrigen Gewächsen, deren Blätter wie walzenförmige Nadeln ausschauen. Von diesen sogenannten Blatt-Sukkulenten gibt es dutzende Arten und noch viel mehr Sorten, und viele von ihnen sind sehr empfindlich, weil die Blätter leicht abbrechen, wenn man die Pflanzen beispielsweise umtopfen will.


Nach einer solchen Prozedur bleiben unweigerlich jede Menge kleiner Blätter und eine gerupfte Mutterpflanze übrig. Das macht aber nichts, denn aus jedem dieser abgefallenen Blätter sprießt innerhalb weniger Wochen eine neue Pflanze, und das ist so einfach, dass man es kaum für möglich hält.



  • Füllen Sie einen kleinen Topf oder eine Schale mit sandiger Erde, zum Beispiel Kakteenerde.
  • Legen Sie ein Blatt darauf. Nicht eingraben, einfach auf die Erdoberfläche legen.
  • Dann kommt der Pflanzenkindergarten an eine helle, jedoch nicht sonnige Stelle.
  • Über die kommenden drei, vier Wochen ist lediglich darauf zu achten, dass das Substrat nicht völlig austrocknet. Am besten mit einer Sprühflasche feucht halten.



Fast alle Blätter werden an der Bruchstelle feine Wurzeln und auch gleich eine neue Blattrosette bilden. Sobald die Wurzeln gut in der Erde verankert sind, beginnt die Pflanze kräftig zu wachsen und wird binnen kurzer Zeit kompakter und strammer dastehen, als jede überalterte Mutterpflanze. Diese selbst kann ebenfalls verjüngt werden, wenn sie kopflastig zu werden droht und an der Basis verkahlt: Schneiden Sie sie einfach knapp über dem Erdreich ab. Auch sie treibt wieder aus und wird schöner sein als zuvor. Die Vermehrung funktioniert übrigens auch bei vielen flachen sukkulenten Blättern. Ausprobieren!